Oscar winner H.R. Giger in Blick interview Originally Published 9th June.2012

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Prometheus

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Oscar-Preisträger H.R. Giger im BLICK Interview«Ich könnte mit erotischen Aliens immer noch viel Geld verdienen!»

33 Jahre nach «Alien» ist H.R. Giger (72) wieder in aller Munde: mit dem Hollywood-Film «Prometheus». Er spricht über Arbeitsmüdigkeit, Herzprobleme und Glücksmomente.

Oscar winner H.R. Giger in Blick interview "I could still earn a lot of money with sexy aliens!"

33 years after "Alien" is H.R. Giger (72) again on everyone's lips: the Hollywood film "Prometheus". He talks about working fatigue, heart problems and moments of happiness.





Blick: Sie sind gerade von der Welt-Premiere des 250-Millionen-Blockbusters «Prometheus» in London zurückgekehrt. Wie wars?

Blick: You have just returned from the world premiere of the 250-million blockbuster "Prometheus" in London. How was it?

H.R. Giger:
Fantastisch! Obwohl ich ja eigentlich nicht mehr so gerne reise. Das ist mir zu anstrengend geworden. Als ich in London aus dem Taxi stieg, war ich sofort von Dutzenden Leuten umringt, die mein Autogramm wollten. Wir wurden von Kult-Regisseur Ridley Scott und der Firma Twentieth Century Fox total verwöhnt.

H.R. Giger: Fantastic! Although I actually not more so love to travel. That has become too exhausting to me. When I got out of the cab in London, I was surrounded immediately by dozens of people, who wanted my autograph. We were totally spoiled by cult film Director Ridley Scott and the company of Twentieth Century Fox.

Blick: Auch die Kritiker loben ihre Arbeit für den Film...

Blick: The critics also praise its work for the film...

HR Giger: Ja, das freut mich. Auch dass ich im Nachspann des Films am Anfang prominent erwähnt werde. Dabei habe ich ja gar nicht so viel gemacht. Eines der Raumschiffe stammt aus meiner Feder, es beruht auf Bildern und Entwürfen, die ich schon vor 33 Jahren gemacht habe.

H.R. Giger: Yes, I'm glad. Also that I was mentioned prominently in the trailer of the film at the beginning. While I did not so much. One of the ships came from my pen, it is based on images and designs I did 33 years ago.

Blick: Auf Fotos von der Premiere wirken Sie aber etwas angeschlagen. Wie geht es Ihnen eigentlich?

Blick: On photos from the Premiere, you look a little bit struck, How are you actually?

H.R. Giger: Nun ja, ich hatte zwei Tage vor der Premiere einen Eingriff am Herzen. Ich hatte in letzter Zeit stark geschwollene Füsse. Am Pfingstmontag war es besondersschlimm, also schickte mich ein befreundeter Arzt in die Klinik Hirslanden in Zürich. Dort wurde mir Tags darauf ein Stent eingesetzt.

H.R. Giger: Well, I had a surgery on the heart two days before the premiere. I had severely swollen feet lately. On Whit Monday, it was particularly bad, so sent me a friendly physician at the Hirslanden Clinic in Zürich. There a Stent was used on me the following day

Blick: Und da durften Sie trotzdem an die Premiere nach London?

Blick:  And since you were still at the premiere to London?





H.R.Giger: Ja, mit dem Einverständnis meines Arztes. Als ich am Mittwoch entlassen wurde, nahmen meine Frau Carmen und ich gleich den Flieger. Schon ein bisschen verrückt von mir.

H.R. Giger: Yes, with the consent of my doctor. When I was released on Wednesday,  I took my my wife, Carmen and I become the flier. A little crazy by me.

Blick: Arbeiten Sie eigentlich noch immer jeden Tag?

Blick: Do you actually still work every day?

H.R. Giger: Nein, ich arbeite nur noch selten. Ich lasse mich nur noch feiern (lacht). Es ist schön, einfach seine Ruhe zu haben. Ich mache mittlerweile nur noch das Minimum oder wenn eine Auftrag es verlangt. Ich habe meinen künstlerischen Beitrag für diese Welt geleistet.

H.R. Giger: No, I work only rarely. I only be celebrated (laughs). It's nice just to have peace of mind. I'm now just do the minimum, or if only a job requires it. I have made my artistic contribution to this world.

Blick: Aber als Künstler geht man doch nie in Pension?

Blick: But as an artist you never enters pension?

H R Giger:Ach, ich habe mein Leben lang hart gearbeitet – vor allem zwischen 1972 und 1992, als ich meine grossformatigen Airbrush-Bilder malte. Manchmal, wenn ich etwas deprimiert bin, blättere ich meine Werkkataloge durch und sehe, was ich alles geleistet habe. Das gibt mir enorme Zufriedenheit. Mit der Spritzpistole arbeite ich seit langem nicht mehr,ich würde mich da nur noch wiederholen.

H.R. Giger:.Oh, I've worked hard all my life - especially between 1972 and 1992, when I painted my large airbrush images. Sometimes when I am somewhat depressed, I browse my work catalogs and see what I've done. That gives me enormous satisfaction. I no longer work for a long time with the airbrush, I would repeat myself only there.

Blick: Trotz der grossen Nachfrage?

Blick: Despite the great demand?

HR Giger: Ja, ich könnte mit dem Malen von erotischen Aliens immer noch viel Geld verdienen. Aber das interessiert mich nicht mehr. Ich bin künstlerisch gesättigt. Die Malerei gibt mir nicht mehr soviel wie früher. Ich mag nicht mehr fleissig sein.

H.R. Giger: Yes, I could earn still much with painting erotic aliens. But that no longer interest me. I'm artistically saturated. The painting gives me no more as much as in the past. I may be no longer busy.

Blick: Wie sieht Ihr Alltag aus?

Blick: What is your daily routine?

H.R. Giger: Ich stehe gegen Mittag auf. Unsere Hauptmahlzeit nehmen Carmen und ich erst am Abend ein. Ich schaue tagsüber viel fern, vor allem Filme und Dokumentationen. Und es gibt immer etwas zu erledigen – etwa für die Ausstellung, die gerade in Solothurn läuft, oder mein Museum im Schloss St. Germain in Greyerz.

H.R. Giger: I get up around noon. Carmen and I only take our main meal in the evening. I watch daytime much TV, especially films and documentaries. And there is always something to - as for the exhibition, which runs in Solothurn, or my Museum in the castle of St. Germain in Gruyères.

Blick: Sind Sie noch oft in Greyerz?

Blick: Are you often in Gruyères?

HR Giger: Nein. Ich fahre selber nicht mehr gern Auto. Meine Frau Carmen kümmert sich als Museums-Direktorin hervorragend um die Sammlung. Das Museum ist inzwischen selbsttragend, was mich stolz macht.

H.R. Giger: No. I no longer like to drive a car. My wife Carmen cares as Museum Director suited to the collection. The Museum is now self-supporting, which makes me proud.

Blick: Carmen ist 24 Jahre jünger. Wie erleben Sie den Altersunterschied?


Blick: Carmen is 24 years younger. How to experience the difference in age?

H.R. Giger: Gar nicht. Wir passen zu einander – in allen Belangen. Wir haben uns getroffen, und es hat gepasst. Liebe ist eine geistige Sache, die hat nichts mit dem Alter zu tun. Ich wüsste nicht, was ich ohne Carmen machen würde. Ich hatte aber schon immer gern junge Menschen um mich herum.

H.R. Giger: Not at all. We match each other – in all aspects. We met, and it has adapted. Love is a spiritual thing, which has nothing to do with the age. I don't know what I would do without Carmen. I had but has always been fond of young people around me.

Blick: Lieber als alte?

Blick: Better than old?

H.R. Giger: Ja, ich ertrage alte Leute meist nur schlecht. Carmen und ich haben uns 1996 kennengelernt – über gemeinsame Freunde. Im März 2006 haben wir heimlich geheiratet. Aber unseren Hochzeitstag vergessen wir beide immer wieder (lacht).Carmen war in den letzten Jahren die grösste künstlerische Inspiration für mich – sie ist auch ein Schatz! Es wäre furchtbar für uns beide, wenn einer von uns vor dem anderen gehen müsste.

H.R. Giger: Yes, I put up with old people usually poorly. Carmen and I met in 1996 - over mutual friends. We got married secretly in March 2006. But our anniversary we both keep forgetting (laughs).Carmen was the greatest artistic inspiration for me in the last few years - it is also a treasure! It would be both awful for us if one of us would have to go before the other.

Blick: Sie sind mittlerweile 72 Jahre alt. Hat sich Ihre Einstellung zum Tod verändert?

Blick: You are now 72 years old. Has your attitude changed for death?

H.R. Giger: Eigentlich gar nicht. Vielleicht kommt es daher, dass ich mich schon als junger Mensch intensiv mit der eigenen Vergänglichkeit beschäftigte. Etwa, wenn ich als Kind Geisterbahnen baute oder als Fünfjähriger einen Totenschädel auf Rädern hinter mir nachzog.

H.R. Giger: Actually not at all. Perhaps it comes, that I already dealt with my own  transience intensively as a young person. Possibly if I built ghost trains as a child or dragged as a five-year-old a skull on wheels behind me. 

Blick: Gibt es ein Jenseits?

Blick: Is there an afterlife?

H.R. Giger: Nein, ich glaube, dass mit dem Tod alles aufhört. Ich glaube, im Gegensatz zu Carmen, auch nicht an die Wiedergeburt. Die Vorstellung, dass alles immer weiter geht oder dass ich sogar zurück auf diese Welt kommen soll, ist schrecklich.

H.R.Giger: No, I believe that with death, everything stops. I believe , in contrast to Carmen, also not in rebirth. The idea that everything goes further or that I should even come back to this world is terrible

Blick: Für viele Menschen wäre diese Vorstellung erdrückend.

Blick: For many people, this idea would be overwhelming.

H.R. Giger: Für mich nicht. Ich will nicht noch einmal leben. Einmal ist genug. Es ist ja auch alles so schrecklich anstrengend. Aber, auch wenn ich mal nicht mehr da bin, meine Kunst lebt weiter. Das freut mich, und ich hoffe, dass sie bei kommenden Generationen Anerkennung findet.

H.R. Giger: Not for me. I do not want to live again. Once is enough. It's all terribly strenuous. But, even if I'm once gone, my art lives on. That pleases me, and I hope that it finds recognition in future generations.

Blick: Leben Sie heute eigentlich gut – sind Sie reich?

Blick: You live really well today - are you rich?

H.R. Giger: Wir kommen gut über die Runden. Meine Werke, Originale, Grafiken und Skulpturen sind international gefragt. In den vergangenen Jahren sind mehrere grosse Retrospektiven in namhaften europäischen Museen gezeigt worden und weitere Ausstellungen sind in Vorbereitung.

H.R. Giger: We are making good ends meet.. My works, original, graphics, and sculptures are in international demand. Several major retrospectives at major European museums have been shown in the past years and further exhibitions are in preparation.

Blick: Was ist das Wichtigste im Leben?

Blick: What is the most important thing in life?

H.R. Giger:: Zufriedenheit, Freude und Kreativität. Ich habe alles gehabt. Angst habe ich nur, schwer krank zu werden. Darum habe ich mich auch bei der Sterbehilfe-Organisation Exit angemeldet. Wenn es schlimm wird, will ich nicht leiden müssen. Wissen Sie, ich hänge nicht so sehr am Leben. Ich will schnell sterben. Bumm und fertig ist es.

H.R. Giger: Satisfaction , joy and creativity. I have had everything. Fear I have only to be seriously ill. That's why I signed up and in the Euthanasia-Organization Exit . If it gets bad , I do not have to suffer . You know, I do not hang so much on the. I want to die quickly. Bang Bang Bang and finished it

Blick: Haben Sie Ihr Testament schon gemacht?

Blick: Have you made your will ?

H.R. Giger: Ich bin dran. Das Museum wird in eine Stiftung übergehen. Meine Beerdigung plane ich hingegen nicht. Ich werde auch nie die Freunde zählen, die an mein Grab kommen. Ich gehe selber auch nie an Beerdigungen, denn sie deprimieren mich nur.

H.R. Giger: It's my turn . The museum will go into a foundation. My funeral I , however, do not plan . I'll never count the friends who come to my grave . I never go myself to funerals , because they just depress me .

Blick: Waren Sie nie traurig, keine Kinder zu haben?

Blick: Have you never sad to not have children ?

H.R. Giger: Nein, meine Bilder sind meine Kinder.

H.R. Giger: No, my pictures are my children.

Blick: Welche Träume haben Sie noch?

Blick: What dreams do you have?

H.R. Giger: Vielleicht, dass es mal noch eine grosse Ausstellung in den USA gibt. Oder eben mit Carmen irgendwohin zu reisen, auch wenn es manchmal körperliche Strapazen bedeutet.

H.R. Giger
: Maybe that time is still a major exhibition in the United States . Or just to travel somewhere with Carmen , even if it sometimes means physical hardships.

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